Die Halbinsel Mönchgut: Von der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart

Blick über Mönchgut

Blick über Mönchgut

Wasser, Felsen, Sand und viel Grün

Die Halbinsel gehört zu Rügen und befindet sich auf der Südostseite der Insel. Strand, Kliffküste und grüne Landschaft gehörten dereinst dem Kloster Eldena bei Greifswald. Den Mönchen aus dem 13. Jahrhundert verdankt die Insel ihren heutigen Namen. Lange Zeit war das Mönchgut durch den Mönchgraben vom Mutterland Rügen getrennt. Aufgrund ihrer einzigartigen Flora und Fauna steht der überwiegende Teil von Mönchgut heute unter Naturschutz. Beim Wandern gewinnen Sie nicht nur tiefe Einblicke in die ansässige Pflanzenwelt der wasserreichen Gegend, sondern Sie können an vielen Stellen der Küste auch das gute Seeklima und den wundervollen Ausblick auf das Wasser genießen.

Ein Blick in die Vergangenheit

Schon vor mehr als 5.000 Jahren lebten Menschen auf der Halbinsel. Sie schufen unter anderem das Herzogsgrab, das Archäologen auf 3.500-2.800 v. Chr. datieren und zu den Hünengräbern zählen. Große Steine, sogenannte Megalithen, markieren das Grab von rund 40 Personen. Über die Menschen, die damals auf Mönchgut lebten, ist nicht viel bekannt. Fest steht jedoch, dass in späteren Jahrhunderten vor allem Lotsen und Fischer die Halbinsel bewohnten. Die traditionelle Tracht der Männer spiegelt diese Vergangenheit noch heute wider – mit Seemannsmütze, blauer Jacke über weinrotem Hemd, weißer Hose bis zum Knie und festen Stiefeln. Hingegen reflektiert die Tracht der Frauen eher häusliche und bäuerliche Tätigkeiten, an die ein langes Kleid in Dunkelblau mit Schürze sowie eine Kappe auf dem Kopf erinnert.


Blick von den Zickerbergen

Blick von den Zickerbergen auf Mönchgut


Urlaub in der Gegenwart

Als Tourist sind Sie auf der ehemaligen Mönchsinsel herzlich willkommen. Gäste vom Festland sind ein wichtiger Faktor für die örtliche Wirtschaft und konnten sich schon im 19. Jahrhundert auf die Gastfreundlichkeit der Mönchguter verlassen. Mit der Rügenschen Kleinbahn gelangen Sie bis nach Göhren. Der “Rasende Roland” ist eine historische Schmalspurbahn, in der Sie mitunter in Waggons Platz nehmen, die rund 100 Jahre alt sind. In Göhren können Sie auch die Mönchguter Museen besichtigen oder dem größten Findling Deutschlands (“Buskam”) einen Besuch abstatten. Darüber hinaus liegt bei Göhren die 350 Meter lange Seebrücke, auf der Sie über die Ostsee laufen können. Ein Tagesausflug auf die Halbinsel Mönchgut lohnt sich sehr.

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