Die Geschichte des Gut Grubnow

Die historische Gutsanlage des Gut Grubnow lässt sich sich durch vorhandenes Kartenmaterial bis in das Jahr 1836 zurückverfolgen. Die ehemalige Gebäudestellung wurde im Laufe der Zeit umfassend verändert und wird heute durch das Gutshaus geprägt, das um 1920 für den Sohn des Ritters Erich Kroos – damals wohnhaft im Nachbargut Lebbin – erbaut wurde.

Die ehemaligen Stall- und Wirtschaftsgebäude sind heute mit Ausnahme eines kleinen Wirtschaftsgebäudes vollkommen abgetragen, so dass lediglich das Gutshaus dieser ehemals ausgedehnten Anlage erhalten geblieben ist.

Das Gutshaus Grubnow ist ein geschütztes Baudenkmal und wird unter der Nr. 338 in der Denkmalliste des Landkreises Rügen geführt.

In 2005 wurde das Gutshaus umfassend renoviert und in Form von acht Ferienwohnungen Rügen und dem Ferienhaus Remise wieder eröffnet.

Quellen: “Schlösser und Herrenhäuser auf Rügen”, Helms, T. und Bock, S., Edition Temmen; sowie Aufzeichnungen von ehemaligen Bewohnern des Gutshauses.
Mehr über die Geschichte des Gutshauses in Wikipedia.

Eintrag Gut Grubnow auf Wikipedia

Eintrag Gut Grubnow auf Wikipedia

Buchtipp: VOR DEM NEBEL und Donnerkeile von Eberhard Malwitz

Rügen, wo der Autor in Zirkow und Binz aufgewachsen ist, lässt ihn nicht mehr los. In seinem ersten Buch „Donnerkeile“ und der Fortsetzung „VOR DEM NEBEL“ beschreibt er seine Erinnerungen, insbesondere an das alte, wilde Rügen mit seinen unberührten Nischen, die von Touristen meistens übersehen werden. Das Buch „Donnerkeile“ enthält zahlreiche Zeichnungen, die er als Künstler aus dem Gedächtnis geschaffen hat.

Die Jugend hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg ihre eigene Welt geschaffen. Wir haben in den kargen Zeiten weniger gelitten als gemeinhin angenommen, erinnert sich der Autor. Etwa fünfzig Kinder, darunter viele Flüchtlingskinder, in dem kleinen Dorf Zirkow haben eine kreative Zeit erlebt. Sie bauten sich das Spielzeug selbst, darunter komplizierte lenkbare Miniaturautos und später Fahrräder aus Schrotteilen mit selbst gebauten Gangschaltungen. Ihr Spielzimmer waren die herrlichen Hügel, Wälder und Felder rund ums Dorf. In Scharen durchkämmten sie das Moor, liefen barfuß bis zu den Bakenbergen oder dem kleinen Jasmunder Bodden. Wie sie in ihren geflickten Kleidern und in Holzschuhen aussahen, war ihnen egal. Rügen ist für den Autor bis heute Heimat und ein Gesamtkunstwerk der Natur.

In Binz besuchte er die Oberschule, lebte und liebte im Internat. Über diese wunderbare Zeit geht es im Buch „VOR DEM NEBEL“. Sport dominierte die DDR, so auch sein Leben. Über den Sport wurde er eines Tages für die DDR-Meisterschaften nach Berlin Babelsberg nominiert. Das war die Gelegenheit, als Jugendlicher legal nach Berlin zu kommen. Zu spät bemerkte er, dass er in einem Bus der Stasi reiste. Trotzdem gelang es ihm, sich während der Sportveranstaltung heimlich abzusetzen, um in den „goldenen Westen“ zu fliehen. Freiheit war ihm in allen Lebenslagen schon immer das Wichtigste und letztendlich sein einziges Fluchtmotiv. Niemals hätte er sonst Rügen verlassen. Heute fühlt er sich als gelungene Mischung aus Ossi und Wessi und wirbt in seinem Buch für mehr Empathie.

Lesung VOR DEM NEBEL bei Youtube