Die Geschichte Rügens

Quelle: Pixabay

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Es gibt viele Dinge, welche die Geschichte der Insel Rügen maßgeblich beeinflusst haben. Nach den ersten Siedlungen und der Besiedlung in den Jahrhunderten nach Christus war die Insel vom Wechsel in verschiedene Herrschaftsgebiete geprägt. Ende des 19. Jahrhunderts, nach dem beginnenden Tourismus auf der Insel, war Rügen gerade nach dem Zweiten Weltkrieg ein beliebtes Reiseziel der DDR.

Doch, auch heutzutage, nach der Wende, erfreut sich die Ostseeinsel anregen Besucherströmen aus Deutschland und Europa, welcher trotz anhaltender Pandemie wächst. Hier kann man die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen, abschalten vom Alltag und dem Arbeitsleben, indem man sich mit dem Aktienmarkt und Rabona Test auseinandersetzt.

Doch wie ist die Insel zu dem geworden, was sie heute ist?

Rügen während und nach dem Zweiten Weltkrieg

Rügen war 1920/1930 eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Deutschland. Vom Zweiten Weltkrieg blieb Rügen weitgehend verschont, zumindest bis kurz vor dem Kriegsende. Der einzige große Luftangriff der Alliierten auf die Insel erfolgte am 6. März 1945. Der Hafen, viele Häuser von Sassnitz und fast 900 Menschen fielen diesem zum Opfer. Einige Monate später, Anfang Mai 1945, wurde der Rügendamm von einer deutschen Kommandoeinheit gesprengt, weswegen der Fährverkehr zwischen Sassnitz und Schweden erst 1948 wieder aufgenommen werden konnte.
Nach Kriegsende strömten sowohl viele Heimatvertriebene als auch einige Kriegsflüchtlinge nach Rügen. Zudem veranlasste die sowjetische Besatzungsmacht die Enteignung der Großgrundbesitzer, welche über 60 % der landwirtschaftlichen Fläche Rügens besaßen. Anschließend wurde das Land unter den ansässigen Bauern und Landarbeitern aufgeteilt. Ansonsten wurden 1953 in einer Operation namens „Aktion Rose“ unter Anführung primitiver Gründe Hotel- und Pensionsbesitzer enteignet. Einen Großteil der Gebäude erhielt der DDR-Gewerkschaftsbund FDGB, die besten Hotels konfiszierte die SED.

Der Tourismus auf Rügen während der DDR

In Zeiten der DDR war ein Urlaubsplatz an der Ostsee, vor allem auf Rügen, nur schwer zu ergattern und ging einher mit langen Wartezeiten. Um so vielen Touristen wie möglich einen Urlaub vor Ort zu ermöglichen, wurden deswegen entlang der Küste haufenweise, meist einfache, Unterkünfte wie Campingplätze, Kinder- und Jugendferieneinrichtungen oder Ferienheime geschaffen.

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Die Insel nach der Wende

Seit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 gehört Rügen zu Mecklenburg-Vorpommern. Dadurch brach das bis zu diesem Zeitpunkt staatlich organisierte Erholungswesen beinahe völlig zusammen. Ein Großteil der Ferien- oder FDGB-Heime als auch Bungalowsiedlungen wurden geschlossen.
Viele Campingplätze wurden erneuert, um den aktuellen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Zeitgleich setzte ein regelrechter Bauboom auf der Insel Rügen ein, welcher bis heute anhält. Es entstanden Hotels und Pensionen, Appartementhäuser und Ferienwohnungen.
Heute erstrahlt die Insel in einer traumhaften Kulisse, welche etliche Besucher anzieht. Nur vereinzelt entdeckt man alte, unrenovierte Gebäude. Die Ostseebäder sind mit viel Liebe fürs Detail im Stil der Bäderarchitektur angelegt und bieten ein modernes Flair. Auch die Natur hat sich seither verändert, da Naturschützer einige Erfolge in den letzten Jahren verzeichneten: Im Jahre 1991 wurde Südost-Rügen zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt und 2004 konnte das Nationalparkzentrum Königsstuhl eröffnet werden. Die Verkehrsanbindung der Insel wird ebenfalls stetig verbessert. Durch die Fertigstellung der A20 können Reisende inzwischen knapp 1 Stunde Fahrtzeit einsparen.